2014-02-13 RP Erneuerungszeremonie Teil 1

Beitragvon LyAvain » 07.03.2014 16:51

Klicke auf diese Leiste um das Bild in voller Größe anzuzeigen.
Bild

*leise kratzt die neue Feder auf dem neuen Papyrus*

Die Massen strömten zusammen. Allerdings lies Smaragd niemanden mit Waffen eintreten, auch war Füsse waschen Pflicht und so dauerte es doch eine ganze Zeit bis alle im Tempel waren.

Klicke auf diese Leiste um das Bild in voller Größe anzuzeigen.
Bild

Die Arbitra kam mit den Kriegerinnen zusammen und ging durch bis hinter den Altar und setzte sich auf einen der beiden Throne. Dann trat Yve an den Altar und holte eine alte Schriftrolle hrvor... Es wurde sehr schnell still.
Yve war sichtlich nervös. Sie schluckte ein paar Mal ehe sie zu sprechen begann.
"Wir haben uns heute hier versammelt um eine Zeremonie durchzuführen, die alle 10 Jahre statt findet..."
"12" flüsterte Cindy leise...
Yve fuhr unbeirrt fort und wurde sicherer, während die Arbitra sichtlich nervös ihre Kleider sortierte. Sie versuchte es zu verbergen, aber es gelang ihr nicht ganz.
"Diese Zeremonie ist eine ganz besondere, da sie entscheiden wird, ob unsere Arbitra Gnade bekommt von den göttern." hallte Yve Stimme durch den Tempel. "Genau genommen solle auch unsere Königin Amelie hier an der Seite Atristas sitzen. Aber dank der Gnade unserer gutmütigen Götter, darf sie nun das Leben führen, was sie schon immer wollte."
Yve machte eine kurze Pause...
"Ihr kennt alle unsere Königin."
Atrista sah kurz wehmütig auf den leeren Platz neben sich.
"Sie ist eine Seele von Mensch, wie ich es nun sagen darf... " fuhr Yve fort. "Sie lebt nun eins mit der Natur, mit den Geistern und den Göttern, die uns alltäglich umgeben. Im Geiste sind wir aber auch hier im Tempel, bei der Schwester unserer Arbitra."

Klicke auf diese Leiste um das Bild in voller Größe anzuzeigen.
Bild

Wieder eine längere Pause. Ich hörte in der erwartungsvollen Stille im Tempel wie die Arbitra leise Atemübungen machte um sich zu beruhigen und dann auch langsam ruhiger wurde. Dann hallte erneut Yves Stimme durch den Tempel.
"Meine Schwestern und Brüder, ich bitte euch nun um eins: glaubt fest an all unsere Götter, da es so geschrieben steht."
Sie deutet auf die Schriftrolle die sie in der Hand hält. Smaragd kniete sich augenblicklich hin und auch ich fiel kurze Zeit später auf die Knie... Nach und nach knieten sich alle Anwesenden hin, bis auf diejenigen hinter dem Altar. Doch bei einigen geschah es recht zögerlich...
"Mutter Pallas Athene, große Göttin des heiligen Feuers, ich bitte dich, erscheine um unserer Arbitra beiseite zu stehen, in der schweren Stunde."
Ein rotes Flackern war zu sehen und dann strömte rotes Licht zum Altar... Die verschiedensten Reaktionen waren zu sehen, doch alle waren von Respekt und Ehrfurcht geprägt. Yve wartete kurz, hob dann wieder das Pergament und fuhr fort.
"Arithrea, große Göttin der Freien und Beschützerin der Mutter Erde, auch dich bitte ich zu erscheinen und unserer Arbitra in der schweren Stunde beizustehen."
Ein dunkles Flackern war zu sehen und dann gesellte sich ein Dämmeriges Licht zu dem roten Strahlen von Pallas Athene.
"Aenigna, große Göttin des windes, Schutzgöttin unserer Späher, auch dich bitte ich, unserer Arbitra in der schweren Stunde beizustehen und hier im Tempel zu erscheinen."
Ein helles gelbes Flackern gesellte sich zu den anderen Farben.
Yve rief eine Göttin nach der anderen... Und jedesmal gesellte sich eine leuchtende Aura in einer anderen Farbe dazu. Artemis war ein dumpfes Leuchten wie Arithrea aber etwas erdiger, Disopia war blau, Cialia grün... Und ganz zum Schluss wurde auch Lunaris der Mondgott gerufen und gesellte sich mit violettem Leuchten dazu.
Yve wartete einen Augenblick als alle Göttinnen und Lunaris versammelt waren.
"Ich danke euch Götter für euer Erscheinen..." rief sie dann in die ehrfürchtige Stille im Tempel.

Klicke auf diese Leiste um das Bild in voller Größe anzuzeigen.
Bild

Sogar Miguel der von unseren Göttinnen und Riten nichts wusste war auf ein Knie gefallen und hatte den Kopf gesenkt.
Plötzlich stöhnte Susi auf und verdrehte die Augen. Ich beobachtete aufmerksam was weiter geschah. Auch Yve zuckte plötzlich zusammen.
Dann drehte sich Yve langsam zu Atrista um. Und mit einer Stimme, die nicht die von Yve war sprach sie die Arbitra an, als wenn sie ein Kind wäre.
"Mein Kind, du willst mich nicht gebührend begrüßen?" Sie zog eine Augenbraue hoch und sprach dann weiter: "Steh gefälligst auf, wenn Pallas mit dir spricht!"
Susi drehte sich ebenfall um und sah Yve mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck an.
Die Arbitra stand sofort auf.
"Komm näher mein Kind, lass mich dich anschauen." sprach Pallas weiter.
Atrista ging ein paar Schritte näher und machte einen Kniefall. Pallas in Yves gestalt ging etwas näher und strich ihrer Tochter über die Wange.
"Du hattest auch schon mal bessere Tage, aber gut siehst du aus."
"Wundert dich das?" entgegnete die Arbitra leise.
Pallas nickte und fragte: "Du weisst warum ich hier bin, nicht wahr?"
"Ja, du bist hier um über mich zu richten." sagte Atrista leise. "Und ich akzeptiere dein weises Urteil."
"Ich weiss nicht was ich mit dir noch machen soll Atrista... Du hast so vielen Menschen Leid zugefügt mit deiner List und Heimtücke." Pallas seufzte so wie Yve es oft tat. Atrista lies die Schimpfe über sich ergehen und nun waren es wirklich Tochter und Mutter.
"So wurdest du nicht erzogen!" sagte Pallas streng. "Fangen wir mit den Griechen an..."
Atrista sah gen Himmel und verdrehte etwas die Augen.
"Es sah erst aus, wie ein dummer Streich, die Ratten... Aber du weisst, dass es sich zu einer Plage entpuppte, als du die Ratten zu denen schifftest, nicht wahr?"
Die Arbitra konnte ein leises Lächeln nicht verhindern. Pallas seufzte wieder...
"Dann sah ich die Römer, Atrista, Kind, ich verachte auch Sklaverei, aber musste das so schlimm enden?"
Atrista sah aus, als wenn sie was sagen wollte, doch dann wartete sie.
"Von den Chinesen ganz zu schweigen. Auch bei den Türken warst du machtbesessen und warst hinterhältig und tückisch. Von den Bretonen ganz zu schweigen mein liebes Kind, welche höhere Gewalt nun letztendlich dazu führte, dass Ys im Meer versank möchten wir hier nicht vertiefen.
Eins ist mir aber bewusst, du kämpfst wie die Elemente, lautlos, heimtückisch und hinterhältig. Selbst bei den Teutonen."
Pallas zog eine Augenbraue hoch.
"Sonst gäbe es uns hier nicht..." murmelte Atrista leise.
"War es nicht Genugtuung, dass die römer den Kampf gegen sie verloren hatten? Nein, auch da mussten viele ihr Leben lassen. Du kämpft wirklich mit der Gewalt eines Feuersturms."
Ich versuchte mir die ganzen Völker zu merken um später über sie nachlesen zu können.
"Aber genug mit Tadel." Pallas tätschelte Atristas Kopf. "Du bist auch ein wenig wie deine Schwester Amelie."
Ein leichter Hoffnungsschimmer huschte über Atristas Gesicht.

Klicke auf diese Leiste um das Bild in voller Größe anzuzeigen.
Bild

"Du machst auch vieles Gutes mein Kind, das ist mir nicht entgangen. Der Handel und die Kommunikation, die du mit den Ägyptern treibst, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Es erfüllt mich mit Stolz."
"Ich danke dir..." sagte Atrista leise.
"Auch wie du es geschafft hast, dass in Ägypten die Frauen gleichwertig mit dem Mann gestellt werden, da hast du gute Arbeit geleistet. Selbst sehe ich, wie gut du dich mit den Babyloniern stellst, sie sind eine große Macht und solche Verbündete zu haben ist immer gut..." Ganz leise fügte sie das Wort "Tuareg" hinzu...
Susi krümmte sich erneut in diesem Augenblick, dann streckte und reckte sie sich.
Unterdessen fuhr Yve fort.
"... Auch die möchte ich namentlich erwähnen, mein Kind, mich erfüllt es mit Stolz, dass du es geschafft hast, dass diese als ein freies Volk anerkannt werden. Bei den Nubiern und Äthiopiern hast du mein Herz mit Stolz erfüllt. Und selbst die Mongolen sprechen heute noch gut über dich... Und Ibor?"
Pallas schaute kurz lächelnd von Atrista zu Cindy.
Susi trat an den Altar und sah tief in die Wasserschale und betrachtete sich selbst in dem Spiegelbild.
"In jeder Geschichte wirst du erwähnt. Dieses Land scheinst du so zu lieben, wie dein eigenes Land mit dessen Volk."
Susi schnitt ihrem Spiegelbild Grimassen und YohShi die vor mir kniete wackelte besorgt mit den Ohren.
"Auch über Carima habe ich gehört, dass du mit vielen guten Taten und Verhandlungsgeschick ein Land und Volk gefunden hast, was kein böses Wort über deine Machenschaften verliert, sondern dich nur mit guten Worten in den Himmel lobt."
Susi sah auf und betrachtete den Tempel und das versammelte Volk, als sähe es alles zum ersten Mal. YohShi knurrte plötzlich ganz leise und Pallas sah sich suchend um. Dann blieb ihr Blick an Susi hängen, die sich langsam umdrehte zum leeren Thron ging und sich setzte.
Alle starrten die Schamanin regina an... Die sich kurz in der Aufmerksamkeit sonnte und dann aufsprang.
"So lebst du also!" bemerkte sie zu Atrista die zu ihr aufsah.
"Du bist auch schon da Pallas..." sagte sie und drehte sich zu Yve.
Alle die bei der letzten Erneuerungszeremonie dabei gewesen waren, spannten sich an. Smaragd knurrte ebenfalls leise und stand auf. Cindy spannte sich an und auch ich erhob mich. Wir alle wussten wer da sprach und letztes Mal war Artemis nicht gerade zimperlich gewesen. Sie hatte Atristas Kopf gewollt aber nicht bekommen. Wer weiss was sie dieses Mal machen würde.

*Ly legt die Feder beiseite, lehnt sich zurück und streckt sich. Dann lässt sie die Finger knacken und steht auf um sich draussen die Beine ein wenig zu vertreten*

 
Möge Aenigna der Geist des Windes über dich und deine Wege wachen!

 

LyAvain