Re: Späherberichte

Beitragvon Yohshi » vor 9 Minuten

Es war ein ganz normaler Tag, ein schöner Tag in Amazonien. Die Katze Oschi huschte aus dem Gebüsch und sprang wie gewohnt auf ihren Lieblingsplatz am Lagerfeuer des Kriegerdorfes, ein paar alte Fässer. Von da oben hat Katze einen guten Überblick. 
Die Kriegerin des Feuers, Cindy, hatte sich ein neues Zeichen auf die Stirn machen lassen. Es sollte ein Zeichen für alle Krieger sein. Wie alles bei den Menschen hatte auch dies einen komischen Namen: Daaduu. Oschi schüttelt den Kopf .oO(Menschen komisch).
Bevor es aber als allgemein gültiges Zeichen der Krieger gelten konnte, musste die göttliche Hoheit Atrista noch darüber entscheiden. Cindy entschloss sich kuzerhand sofort die Hoheit aufzusuchen. Ja so war die Kriegerin des Feuers, die fackelt nicht lange. 

Am Sanctum angekommen witterte Oschi schon die schöne Beute, die sie nicht jagen darf. Es sieht aus wie ein Reh, läuft aber auf 2 Beinen wie ein Mensch. Meistens ist das Wesen sehr scheu und flüchtet sofort wenn Oschi in die Nähe kommt. Doch heute ist es sehr abgelenkt und bemerkt Oschi nicht sofort. Irgendwas wichtiges scheint für das Wesen gerade passiert zu sein, es schien sich sehr zu freuen und war richtig aufgeregt. Oschi nutze die Gelegenheit, das Wesen endlich mal genauer beobachten zu können, ohne dass es sofort flüchtet. Also hocke sich Oschi so leicht hinter Lilly und beobachtete still, natürlich nachdem sie die Hoheit mit ihren grazilen Kniefall begrüßte, heute aber ohne Worte.

Nun durfte Cindy sprechen und sie zeigte der Hoheit ihr neues Zeichen auf der Stirn. Sie nannte es Kicker-Daaa-Duu …. Menschen komisch, immer diese komischen Namen. Oschi wäre es ja lieber wenn es DuDa heißen würde, aber es soll halt nicht so sein. Der Hoheit schien das Zeichen zu gefallen. 

Plötzlich bemerkte das Faun-Wesen die Anwesenheit von Oschi und erschrak sichtlich. Es war offensichtlich, dass Oschi das Wesen schon länger beobachtet hatte. Eine Flucht zu diesem Zeitpunkt und vor allem so vor der Hoheit schien dem Wesen offensichtlich nicht sinnvoll. Also saß es nur wie erstarrt da und klammerte sich an etwas um ihren Hals. Unwillkürlich fasste nun auch Oschi an ihr Totem, ja sie trug auch so eins. 

Es gibt schon wundersame Fügungen mitunter im Leben. Smasi hatte soeben ein Totem von der Hoheit erhalten, was ihr den Schutz der Hoheit garantierte. Und sofort bekam sie die Gelegenheit ihr Vertrauen darauf zu zeigen. Man spürte deutlich den inneren Kampf gegen die Angst, Doch das Vertrauen in die Hoheit war bei Smasi offenbar stärker als die Angst und der Fluchtinkt.

Doch es kam noch besser. Wie aus heiterem Himmel lenkte Cindy nun das Gespräch mit Atrista auf Oschi. Es ging um die Geschichte von Oschi. Anna und auch Lilly waren wohl schon über längere Zeit über einige Dinge neugierig geworden und stellten immer wieder Fragen. Und wer kann die Fragen besser beantworten als die göttliche Hoheit Atrista? Schließlich sind dazu doch Hoheiten da, oder? Atrista fragte auch Oschi noch, ob sie dass den wolle, dass ihre Geschichte vor den Anwesenden erzählt wurde. Es waren ja nur die engsten Freunde von Oschi da...... und eben dieses Faun-Wesen. Vermutlich half in dem Moment Yoh, das Herz, wie Oschi es nennt etwas nach. Es sieht die Dinge anders. Also stimmte Oschi zu, auch wenn Smasi für Oschi noch nicht zu den engen Freunden gehörte. Wieder so eine wundersame Fügung. Denn durch die Geschichte erfuhr Smasi auch die Bedeutung des Totem und dessen Wert am praktischen Beispiel. 

Alle setzten sich im Kreis um die Hoheit und sie begann zu erzählen.....
 
((Die Geschichte hat Atrista so frei in RP erzählt. Ich habe nur den Chatlog formatiert. Respekt Atrista, ))

YohShis Geschichte begann als wir hier noch auf der Suche waren nach einer Heimat. Wir hatten gerade viele Kriegerstämme vereint, den Verlust von vielen Schamanen gerächt und waren auf der Flucht vor den Horden der Chinesen und Clans.

Meine Schwester Amelie und ich teilten uns die Aufgaben.
Sie war versteckt in den Wäldern mit ihren Wächtern und formte den Glauben der uns groß machte. Meine Aufgabe war es uns eine Heimat zu suchen und uns die Feinde vom Hals zu halten.

Auf dieser Wanderschaft sind uns einmal die Geschwister und Katzenwesen Yoh und Shi begegnet und hatten mir das Leben gerettet. Drough Thor die Bestie aus der Unterwelt hatte Amelie und mich in einen Rauschzustand versetzt und war daran uns umzubringen, als diese tapferen Wesen uns weckten und ich die Häscher vertreiben konnte.
Danach verschwanden diese Wesen wieder aus unserer Mitte. 

Auf meiner Wanderschaft kam ich an ein Gebirge, dass hier auch dieses Land begrenzt und schützt.
Hinter dem Gebirge lebte das Volk der Tharareb, für Menschen war es verboten dort hin zu gehen. Ich war neugierig und bin immer wieder vorgestoßen soweit es uns möglich war. 
Eines Tages begegneten uns mächtige Wesen, Geistwesen die in den Höhlen des Gebirges hausten in unzugänglicher Höhe. Ich war mit meinem Tross so weit nach oben gestiegen um den Wächtern der Tharareb zu entgehen.

Dann hörten wir Stimmen! 
Die Stimmen drangen mehr in unseren Kopf ein, sonst waren sie nicht zu hören.
Ich versuchte weiter zu gehen. 
Ich fragte laut wer hier spricht.

„Wir sind die Himmelsmeister - die Wächter zwischen den Menschen und den Göttern - 
zwischen Himmel und Erde.“ bekam ich zur Antwort.
„Wir sind die Summe aller Geister - wir sind das Wissen.“

Ich konnte mit dieser Vorstellung wenig anfangen und bat um weitere Erklärungen.

„Wir leben als Symbionten, unser Geist ist alleine nicht lebensfähig, wir brauchen immer den Körper eines Wirtes. Und dieser Wirt muss es wert sein dass wir in ihm wohnen. Aber diese Gemeinschaft hält nicht ewig, alle 12 tausend Jahre brauchen wir einen neuen Wirt.“

Und warum höre ich neben deine stimme auch ein undeutliches jammern?

„Wir sterben.“ war die Antwort. 
„Wir bekommen keine Wirte mehr und unser Geist wird danach schlafen.“

Und? fragte ich weiter, kann ich euch helfen und was habe ich dann von euch zu erwarten?

„Du Elende!“ wurde ich beschimpft, „gerade dachten wir noch du wärst es wert, dass wir von dir Hilfe annehmen. Jetzt aber schielst du nach deinem Vorteil.“

Ich bin die Tochter einer Göttin! 
Ich habe nie behauptet dass ich eine Heilige bin. 
Wenn du das suchst, musst du dich an meine Schwester halten, die lebt in deiner Welt.
An meiner Klinge klebt Blut und Blut macht süchtig.
Ich bin Kriegerin!


„Wir wissen um deine Suche. 
Bring mir einen Wirt damit unser Bruder Yoh weiter leben kann, dann werden wir sehen ob wir dir auch helfen können.“

Dann verstummten die stimmen und ich war wieder alleine. Alles was ich hörte war der eisige Wind hoch oben im Gebirge. Ich weiß nicht wie wir der eisigen Hölle entronnen sind, aber wir haben es geschafft und hatten nur wenige Verluste. Einige Krieger sind erfroren.

***Atrista Vig: nimmt die Pfeife und macht 3 lange Züge und erzählt weiter***

Wir mussten uns immer wieder vor den Chinesen verstecken. Es waren viele und sie hatten keine Angst vor Verlusten. Wenn sie jemanden angriffen, dann fielen sie zu tausende über den Gegner her und egal wie viele man tötete, es kamen immer neue Krieger. Das konnten wir nicht gewinnen, daher zogen wir uns immer wieder in die Wälder zurück.

Es waren einige Winter vergangen und es war gerade Frühling, das grün in den Wäldern kam zurück, als eines abends jemand durch das Gebüsch brach und bis zu meinem Feuer torkelte.
Vor meinen Füssen brach ein Katzenwesen zusammen.

Meine Krieger wollten gerade ihre Pfeile abschießen als ich ein Totem um den Hals hängen sah.
Ich hob die Hand und die Krieger ließen ihre Bogen sinken.

*** Smasi macht große Augen***
***YohShi ergreift nun ihr Totem um den Hals***

Vor mir lag ein Katzenwesen , ähnlich dem Wesen das einmal mein Leben gerettet hatte.
Wir untersuchten das Wesen und es war kaum noch Hoffnung. Eine Schamanin gab ein blutstillendes Mittel und verband die Wunden. 
Das Wesen öffnete die Augen
„Feinde“, hauchte es, „da kommen Feinde.“

Sofort waren meine Krieger ausgeschwärmt, keine Minute zu zu früh!
Noch ein paar Minuten und wir wären schutzlos der Horde ausgeliefert gewesen. So aber konnten wir die Feinde vernichten. Wieder einmal hat uns ein Katzenwesen das Leben gerettet. 

Ich hing mit meinem Ohr über dem Mund und wollte mehr wissen. Das Wesen nannte sich Shi und war ein Abkömmling von Shi die mir das Leben rettete. Mein Totem hatte sie an die Tochter weiter gegeben und diese hatte nun uns allen gerettet indem sie uns warnte.

Wir taten alles um Shi das sterben zu erleichtern, niemand von uns sah einen weg der Rettung.
Da fielen mir die Himmelsmeister ein. 
Ich lies eine Bahre bauen und meine Schamanin und einige Krieger begleiteten mich in das Gebirge. Wir streiften lange an den Höhlen vorbei und es dauerte eine Ewigkeit bis ich wieder eine Stimme in meinem Kopf hörte:

„Was willst du?“
Ich sagte: ich habe euch was mitgebracht, ich weiß nicht ob ihr helfen könnt.
Aber dieses Wesen hat wie schon ihre Vorfahrin mir das Leben gerettet. 
Ist sie es nicht wert am Leben zu bleiben und weiter gute Dienste zu tun?

Es folgte eine lange Stille.

„Wie nennst du das Wesen?“

Es Shi die Tochter von Shi
und ich würde alles geben wenn sie am leben bleiben könnte.

„Shi wird nie mehr so sein wie Shi die du jetzt kennst, es wird ein völlig anderes Wesen.
Es braucht hunderte von Jahren bis Shi alleine lebensfähig sein wird und es braucht tausende von Jahren bis wir Shi dann hier bei uns aufnehmen können. Aber sie würde leben und sie würde profitieren von dem wachsenden Wissen.

Und das ist dann auch unser Geschenk an dich für die nächsten tausend Jahre.
Willst du das riskieren oder willst du dass Shi in Frieden zu ihren Ahnen geht?“

Ich will dass sie lebt sagte ich.

Es herrschte Stille

Und dann wurde mir befohlen die Bahre in die Höhle zu bringen. Ich musste mich zurückziehen und sollte in einiger Entfernung mein Camp aufschlagen. Egal was ich hörte und egal was ich empfand ich durfte mich erst der höhle nähern wenn ich gerufen wurde

Wir hörten tagelange Schmerzensschreie und ich war mehr als einmal drauf und dran dem ein Ende zu machen. Als ich es schon fast nicht mehr aushielt wurde ich gerufen.

Mitten in der höhle saß das Wesen. Es lebte.

„Hier hast du YohShi - pass gut auf sie auf.
Sie wird dich fast hundert Jahre plagen und lernen, aber immer wieder wird sich instinktiv Yoh melden und ihr den Weg zeigen.“

Seit dieser Zeit begleitet uns YohShi und wurde von Jahr zu Jahr immer selbstständiger.

Das war die Geschichte.
Normale Menschen machen mir Angst!
Yohshi 
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